Ich: "Hallo!"
Mitglied der Chefetage: "Wer sind Sie denn, ich glaube, wir kennen uns gar nicht!"
Merke: Bist Du eine Frau und willst Du in größeren Firmen Leute aus anderen Abteilungen kennenlernen, reicht es offenbar, einfach mal einen Rock und höhere Schuhe dazu anzuziehen.
Donnerstag, 2. Juli 2009
...unheimliche Begegnungen auf dem Büroflur
Gepostet von Simone um 08:00 1 Kommentare
...Fürsorglichkeit
Bin ich froh, dass die trotz 29° Außentemperatur in der amerikanischen Kaffeehauskette den Kamin anhaben. Ich war richtig durchgefroren, als ich von draußen reinkam. Und einen heißen Tee habe ich mir natürlich auch gleich bestellt.
Gepostet von Simone um 07:58 0 Kommentare
Sonntag, 28. Juni 2009
...schlappi lassen
Als ich noch sehr jung war, hatte ich eine Zahnklammer. Nein, Zahnklammern. Das volle Programm. Ich besuchte demnach sehr häufig meine Kieferorthopädin. Die hatte natürlich kein Interesse daran, dass ihre Patienten während der Untersuchung ihrer Mundhöhle verkrampfen, daher pflegte sie in den entscheidenden Momenten „Schön schlappi lassen!“ zu rufen.
Das fiel mir neulich wieder ein, als ich im "Spiegel" den sehr gelungenen Artikel über „meine“ Generation las. Das Thema interessiert mich. Florian Illies, „Neue deutsche Mädchen“, …, habe ich alles gelesen. Als pragmatisch, sicherheitsbedürftig gelten wir, von kleinen Träumen ist die Rede. Und sie haben Recht. Alle.
Ich kann mir nicht mal mit sehr viel Phantasie vorstellen, wie wir – wie es früher möglich war – mit einem Gehalt eine kleine Familie finanzieren sollten, geschweige denn noch dazu ein Auto und eine Immobilie. Keine Ahnung, wie 24 Stunden reichen sollen für alles, was man sollte, müsste, könnte. Und keine Ahnung, ob wir nicht früher oder später Angst haben werden auf die Straße zu gehen wie in „Children’s Men“ – ausschließen kann ich das nicht.
Aber ich weiß, ich muss schlappi lassen. Ich versuche es ja. Manchmal klappt es sogar. Mir fiel in diesem Zusammenhang wieder ein, wie eine Bekannte mal sagte, man wisse schließlich nicht, ob man nicht übermorgen vom Bus überfahren wird. Recht hat sie.
Gepostet von Simone um 19:40 0 Kommentare
Mittwoch, 24. Juni 2009
...Topmotivation
Wie ein Teil meiner Leserschaft sehr richtig erkannt hat, war ich am Wochenende und am Montag Morgen topmotiviert. Am meisten ärgert mich, dass ich mich so ärgere. Dabei ist so oft klar, was passiert. Beispielsweise, wie wir die andiskutierten Kommunikationsprobleme in den Griff kriegen – wir reden einfach nicht mehr darüber. Ich bin dann dem Trend gefolgt und habe auch noch schnell einen Tag Urlaub eingereicht für das Ende der Woche. Und das ist auch gut so, wie ich spätestens merkte, als ich auf dem Urlaubsantrag eintrug, wer mich in meiner Abwesenheit vertreten würde. Gedankenlos trug ich nämlich in dem entsprechenden Feld meinen eigenen Namen ein.
Gepostet von Simone um 08:12 1 Kommentare
Samstag, 20. Juni 2009
...Nachwirkungen
Zwei Tage mit der Abteilung im handyempfangfreien Nichts, mit Vorträgen, vier Stunden Hoch- und Niedrigseilgarten, einem richtig schlimmen Saufgelage Barbecue, Workshops zu fachlichen und Psycho- nichtfachlichen Themen, und ich sag Euch was. Ich bin hinüber. Muskelkater ohne Ende, ein angestauchter Finger und ein Mückenstich, der dick ist für zwölf. Und dabei habe ich den Grillabend in Relation zu anderen Kollegen - jemand musste sich am nächsten Morgen während seines eigenen Vortrages leicht schwitzend niedersetzen - noch sehr gut überstanden. Einige hatten in weiser Voraussicht für die nächste Woche Urlaub eingereicht, so dass erstmal Gras über die Angelegenheit wachsen kann. Auch ich habe Gehirnschmerzen. Keine Kopfschmerzen, Gehirnschmerzen. Solche Tage sind einfach nichts für mich. Demnächst mehr, aber jetzt muss ich los. Den Nachdurst stillen.
Gepostet von Simone um 18:34 1 Kommentare
Mittwoch, 17. Juni 2009
...ich trau' mich was - Juni
Ich bin aus Protest in Chucks und Kapuzenpullover zur Firma gegangen. Ich bin drei Tage lang vor der Europawahl in einem T-Shirt mit dem Aufdruck „Europäerin“ durch die Stadt gelaufen und habe dabei laufend „Geht wählen!“ exklamiert. Ich habe gekündigt und eine Ausbildung zur Tanzlehrerin angefangen. Ich habe mich beim Cardiofit in die erste Reihe gestellt. Das ist eher aus Versehen passiert, und zwar kam das so. Es zeigt sich ja immer wieder das Phänomen, dass sich ¾ aller Kursteilnehmer in der hinteren Hälfte des Saals aufhalten. Und es ist ja nicht so, als wäre ich nicht auch stets darunter. Doch plötzlich packte es mich, im Unterbewusstsein davon genervt und mit dem Bewusstsein und den Gedanken ganz woanders, trollte ich mich Richtung Spiegel, und schon stand ich da. Realisierend. Mich fragend, bei wem ich denn eigentlich nun die Schritte abgucken sollte. Bei mir selbst etwa? Und da war es auch schon zu spät. Wieder zurückgehen wäre natürlich zu peinlich gewesen. Statt dessen tat ich, sogar einigermaßen erfolgreich, so, als sei nix Besonderes los. Trotzdem, das kommt mir nicht noch mal vor. Dass ich mich in die 1. Reihe zu den Sportsüchtigen verirre. Ich kann mich ja zukünftig in die 2. Reihe stellen. Dies ist immerhin auch noch in der vorderen Hälfte des Saals.
Gepostet von Simone um 07:56 2 Kommentare
Dienstag, 16. Juni 2009
...göttliches Geschrammel
Ich liebe unplugged-Konzerte. Künstler, die auch unplugged gut sind, sind für mich wahre Künstler. Sitze ich in einem unplugged-Konzert, oder kommen Bands mitten in einem Konzert auf die Idee, die Stecker zu ziehen, sich in aller Ruhe hinzusetzen und einige Songs in akustischer Version zu präsentieren, so gerate ich in totale Verzückung.
In ähnliche Verzückung geriet ich, als ich die Veröffentlichung der sechsten MTV-unplugged-Aufnahme einer deutschen Band wahrnahm – uns Sportfreunde Stiller. Die finde ich so schon gut. Und jetzt das noch. Da wird geschellt, geschrammelt, geklimpert, gedrehorgelt, gefiedelt und duettiert, was das Zeug hält. Herrlich.
Gepostet von Simone um 07:50 1 Kommentare
Sonntag, 7. Juni 2009
...Selbstverständlichkeiten
Heute ist Europawahl! Und da wir alle Europäer sind, geht wählen!
Gepostet von Simone um 16:24 0 Kommentare
Freitag, 29. Mai 2009
...doing it my way
„Geh doch mal in die Apotheke...“ will ich diplomatisch meinem hustenden und sich ständig lauthals räusperndem Gegenüber raten. Sie würde den Husten aber lieber „auf ihre Art“ behandeln, antwortet mein Gegenüber.
Ich muss in irgendwas reinbeißen. Beispielsweise in die Tischkante. Manchmal habe ich den Eindruck, mit fortschreitendem Älterwerden lassen wir uns immer weniger beeinflussen, statt dessen verstärkt sich der Hang zu Gewohnheiten und Verschrobenheiten der Art „aber das mach ich immer so“. Teilt Ihr diesen Eindruck?
Gepostet von Simone um 08:22 1 Kommentare
Donnerstag, 21. Mai 2009
...Bestellungen
Neulich in einer der bekannten Vorverkaufsstellen.
Ich: „Hallo, ich hätte gerne 13 Karten für das Lotto-King-Karl-Konzert im Stadtpark.“
Verkäufer: *?!*
Ich: *dabrauchenSiegarnichtsoblödzugucken*
Gepostet von Simone um 13:52 4 Kommentare
